Sekundärforschung
Die Sekundärforschung, die auch “desk research” genannt wird, handelt es sich, dem Namen nach um Schreibtischarbeit. Die Marktforschung basiert dann auf bereits vorhandenem Datenmaterial. Dieses kann selbst- oder fremderhoben oder für gänzlich andere Zwecke erhoben worden sein. Die Sekundärforschung kann selbstständig eingesetzt werden oder die Vorstufe für eine Primärerhebung bilden. Datenquellen können dabei sowohl interne oder auch externe, bereits veröffentlichte, Informationen sein.
Ziele der Sekundärforschung
Warum die Sekundärforschung nützlich sein kann und wann man Sekundärforschung durchführen sollte, machen die Ziele deutlich:
- Beschaffung von Erstinformationen als Ausgangsbasis für weitergehende Untersuchungen
- Beschaffung von Ersatzinformationen anstelle von Primärerhebungen
- Beschaffung von Zusatzinformationen als Ergänzung zu bereits erhobenen Daten und
- Beschaffung von Kontrollinformationen zur Absicherung bereits erhobener Daten
Woher bekomme ich Sekundärdaten?
Natürlich kommt es immer drauf an, was gerade gesucht wird und welche Daten für die jeweilige Untersuchung interessant sind. Dennoch gibt es einige einschlägige Adressen, die Daten zur Verfügung stellen. Hier einige Tipps:
- Statistische Ämter: z.B. das Statistische Bundesamt (Destatis), Eurostat
- Ministerien des Bundes: das Bundesministerium für Gesundheit, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Gesundheitsberichterstattung des Bundes
- Verbände: z.B. Bundesverband der deutschen Erfrischungsgetränkeindustrie, Hightech Verband BITKOM
- Institute: Ifo-Institut
- Archive der einschlägigen Fachzeitschriften: z.B. Lebensmittelzeitschrift
- Datenbanken
- Verlage: z.B. Gruner und Jahr
