Reliabilität
Die Reliabilität ist neben der Objektivität und der Validität eines von drei Gütekriterien, die erfüllt werden müssen, damit die Qualität des Messvorgangs gewährleistet ist. Reliabilität bezeichnet die formale Genauigkeit der Merkmalserfassung.
Ein Messinstrument ist unter Vorraussetzung konstanter Messbedingungen dann reliabel, wenn die Messwerte präzise, d.h. bei wiederholter Messung reproduzierbar sind. Der Grad der Reliabilität einer Messung lässt sich durch die Standardfehler ausdrücken, der ein Streumaß ist und damit angibt, um wie viel die Messwerte bei wiederholter Messung um einen Mittelwert liegen.
Messfehler bei wiederholter Messung sind folgende:
Fehlende Bedingungskonstanz (äußere Einflüsse führen zu schwankenden Messergebnissen)
Fehlende Merkmalskonstanz (Einstellung eines Befragten ergibt unterschiedliche Werte)
Fehlende instrumentale Konstanz (mangelnde Präzision des Messinstrumentes, weil bei Auskunftsperson Lerneffekte eingetreten sind)
