Primärforschung
Die Primärforschung ist eine Form der Marktforschung und zeichnet sich dadurch aus, dass sie an den Ursprung geht, an die Quelle der Entstehung von Fakten und Meinungen. Informationsträger sind dabei jegliche Personen, die für das marktforschende Institut oder für den Auftraggeber, d.h. das Unternehmen interessant sind. Beim Unternehmen sind das z.B. alle Personen, die in dessen Geschäftsumfeld zu tun haben, also in erste Linie Mitarbeiter, Kunden, Interessenten, Lieferanten, Händler, Endverbraucher, Lieferanten, Mitbewerber, Meinungsbildner usw. Primärforschung wird dann betrieben, wenn Sekundärforschung (d.h. die Forschung in bereits vorhandenen Materialien, Studien, etc., “vom Schreibtisch aus”) nicht mehr ausreicht und man ganz neue Aspekte z.B. eines Themas beleuchten möchte.
Methoden der Primärforschung
Die Primärforschung besteht aus bestimmten Methoden, durch die Kommunikation mit den Informationsträgern geschehen kann. Das sind neben jeglicher Art von Befragung (Schriftlich, Face-to-Face, telefonisch, online) auch die Methoden Beobachtung oder Tests, die an Probanden durchgeführt werden.
Vorteile der Primärforschung
Im Gegensatz zur Sekundärforschung bietet die Primärforschung zum einen den Vorteil, dass man sie auf eine ganz bestimmte Zielsetzung ausrichten kann, zum anderen detaillierte und umfangreiche Informationen zu einem Thema liefert und den aktuellsten Stand anbietet.
Natürlich ist der Bedarf an diesem Informationsstand auch mit höheren Kosten verbunden. Dies sollte jedoch immer an dem zu lösenden Problem beurteilt werden. Entspricht das einzugehende Risiko (Kosten) dem Informationsmehrwert, der durch die Primärforschung entsteht.