Panelerhebung
Unter Panelerhebungen versteht man Untersuchungen, die bei einem bestimmten, gleichbleibenden Kreis von Untersuchungseinheiten (z.B. Personen, Haushalte, Betriebe) in regelmäßigen Abständen wiederholt zum gleichen Untersuchungsgegenstand (z.B. Ge- und Verbrauchsgüter) vorgenommen werden. Es handelt sich dabei um Analyse von Längsschnittdaten. Je schneller sich die Untersuchungsgegenstände in dynamischen Märkten verändern, desto notwendiger wird diese laufende Befragung. Ein Panel bedarf laufender Kontrolle und Betreuung.
Paneleffekt
Darunter versteht man Verzerrungen und die Veränderung des (Kauf-)Verhaltens von Panelteilnehmern in der Ergebnisdarstellung. Grund für diese abweichenden Ergebnisse ist jedoch nicht die Variation der Bedingungen, sondern das Wissen der Panelteilnehmer um die Beobachtung. Dieses Wissen kann die Teilnehmer dazu veranlassen vorher unreflektiertes Verhalten nun genau zu überdenken und eventuell zu verändern. Mit dem Thema der Panelerhebung wird sich zunehmend auseinandergesetzt, sodass keine objektiven Befragungen und Beobachtungen mehr möglich sind.
Panelrotation
Panelrotation ist ein periodisch gewollter Austausch der Teilnehmer, um Panelsterblichkeit und Paneleffekten entgegenzuwirken.
Panelsterblichkeit
Unter Panelsterblichkeit versteht man das Ausscheiden von Teilnehmern aus dem Panel, sei es durch Fluktuation durch Geburt, Todesfall, Heirat, Umzug, etc. Die Auffüllung erfolgt mit in Reserve gehaltenen Verbrauchern. Unterschieden wird zwischen natürlicher und künstlicher Panelsterblichkeit. Natürlich bedeutet in diesem Fall das Ausscheiden im obengenannten Sinne. Künstliche Panelsterblichkeit bedeutet den Austausch von Untersuchungseinheiten durch bewusste Panelrotation.