Online-Umfragen

Eine Online-Umfrage ist eine im Internet durchgeführte Umfrage, die genau wie z.B. die Face-to-Face-Umfrage der Sozial-, Markt- und Meinungsforschung dient. Im Gegensatz zu der Face-to-Face-Befragung, bei der der Proband von einem Interviewpartner befragt wird oder einer schriftlichen Befragung, bei der ein Fragebogen manuell ausgefüllt werden muss, ist der Proband bei einer Online-Umfrage gehalten einen Online-Fragebogen im Internet auszufüllen.

Vorteile der Online-Befragung

Vorteil einer Online-Umfrage ist zweifelsohne die schnelle Realisierung und Durchführung der Umfrage. Ist der erstellte Fragebogen erst online gestellt, kann direkt die Rekrutierung der Probanden losgehen, z.B. per E-Mail, postalisch, per Telefon oder durch die Positionierung eines prominenten Links im Net. Die Daten sind ebenso direkt verfügbar, da sie sich nach der Eingabe der Probanden sofort auf dem Server befinden und nicht erst mühselig in den Computer eingepflegt werden müssen. Im Vergleich zu anderen Befragungsarten sind Online-Umfragen meist auch kostengünstiger, als z.B. schriftliche Umfragen, die per Post versandt wurden müssen, telefonische Befragungen und Face-to-Face-Interviews. Ein klarer Vorteil ist ebenfalls, die Unbeeinflussbarkeit des Probanden durch den Interviewer. Der Proband ist ohnehin freier in seinen Entscheidungen, z.B. steht es ihm frei, den Zeitpunkt selbst zu bestimmen, wann er die Umfrage gerne machen möchte. Ein wahrer Vorteil der Online-Umfrage sind die akustischen und visuellen Reize, die in bereits genannten Umfrage-Arten nicht in der Form möglich sind. Das Einspielen eines Films oder das Zeigen eines Bildes, das für die Frage relevant ist, bietet ein Benefit für den Probanden - die Umfrage wird interessant, das Mitmachen lohnt sich - und erhöht das Verständnis der Befragten.

Nachteile der Online-Befragung

Kritisch betrachtet im Hinblick auf Online-Umfragen wird die mangelnde Repräsentativität und der immer währende Zweifel, ob Online-Umfragen auch wirklich auf die Gesamtbevölkerung übertragen werden können. Zum anderen könne das Screening nicht objektiv sein, da Umfragen zumeist auf Seiten mit bestimmter inhaltlicher Ausrichtung geschaltet werden, sodass dort zumeist Menschen mit gleichen Merkmalen teilnehmen. Da viele Probanden die Online-Umfrage frühzeitig abbrechen, wird meist mit finanziellen Anreizen geworben. Das Fehlen eines Interviewers bedingt die mangelnde Kontrollfähigkeit, sodass z.B. nicht nachvollzogen werden kann, ob ein Proband den Fragebogen nicht öfter durchlaufen hat.